Dabei sein wirkt. Bei unseren Auftaktveranstaltungen inspirierten uns Gäste, die erfolgreich gebautes und gewachsenes Erbe bewahren.

Unsere Reise durch Bayern | Teil 2: Diese Kulturerberetter waren bei uns zu Gast

Zusammen mit den Menschen in Bayern hat Kulturerbe Bayern den bayerischen National Trust ins Leben gerufen - als Fundament, auf dem wir gebaute und gewachsene Kulturschätze gemeinschaftlich bewahren und erleben. Bei unserer Reise durch die sieben bayerischen Regierungsbezirke im Sommer und Herbst 2018 haben wir uns von Gästen inspirieren lassen, die bereits zusammen mit anderen wertvolle historische Kleinode gerettet haben.

Mittelfranken | Karl-Heinz Enderle - Altstadtfreunde Nürnberg e.V.

Karl-Heinz Enderle, Vorsitzender des Vereins Altstadtfreunde Nürnberg, stellte in Rothenburg das große Engagement des Vereins für die Erhaltung und Sanierung zahlreicher Nürnberger Häuser und kleinerer schützenswerter Objekte vor. Mit seinen Veranstaltungen in der restaurierten Kulturscheune und dem Museum I22I20I18I Kühnertsgasse bereichert der bereits seit 1950 bestehende Verein das kulturelle Leben der Stadt.

Niederbayern | Dieter Wieland

Er hat vielen Menschen Herz und Augen für die bayerischen Kulturlandschaften geöffnet: Der bekannte Autor und Dokumentarfilmer Dieter Wieland sprach in Kloster Aldersbach über den Wert und die Bedeutung des gebauten und gewachsenen Erbes. Und er sprach damit auch diesmal den Zuhörern wieder aus der Seele. Bereits seit den 1970er-Jahren engagiert sich Wieland, der in Landshut aufgewachsen ist, für einen wertschätzenden Umgang mit gebauten und gelebten Kulturgütern - auch und gerade in Zeiten, in denen sich so vieles verändert.

Unterfranken | Reinhard Hüßner

Reinhard Hüßner berichtete in Aschaffenburg über sein Leben in und mit einem ganz besonderen Baudenkmal. Zusammen mit seiner Ehefrau Michaela lebt er in einer ehemaligen Synagoge, die ebenso sensibel wie eindrucksvoll zum Wohnhaus wurde. Nach zahlreichen Rück-, Um- und Neubauten verhalf das Ehepaar dem früheren Gotteshaus zu neuem Glanz und trägt damit zur bewussten Vermittlung von dessen Geschichte bei.

Schwaben | Werner Berschneider - Kulturerbe Rainhaus e.V.

Werner Berschneider setzte sich mit dem Verein Kulturerbe Rainhaus und der Interessengemeinschaft Kulturerbe Rainhaus in Lindau für die Restaurierung eines wichtigen historischen Gebäudes ein - mit eindrucksvollem Erfolg. Der stattliche Renaissancebau wurde ursprünglich als Fürsorgeeinrichtung außerhalb der Stadt Lindau errichtet. Auch als Zeugnis des traditionsreichen sozialen Engagements der Stadt ist dort nun inklusives Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung möglich. Im Kurparktheater in Göggingen ließ er uns an der Erfolgsgeschichte teilhaben.

Oberpfalz | Hans Schoyerer - Berchinger Altstadtfreunde e.V.

Mehrere tausend Stunden Eigenleistung haben Hans Schoyerer und seine Mitstreiterinnen und -streiter vom Verein Altstadtfreunde Berching in die Restaurierung des Soifererhauses gesteckt. Und das hat sich gelohnt, wie er uns in Neumarkt berichtete. Das vierhundert Jahre alte Ackerbürgerhaus in der Altstadt von Berching, zwischen Beilngries und Neumarkt in der Oberpfalz gelegen, war vom Verfall bedroht. Nun ist es ein Platz für Feiern, Versammlungen und Ausstellungen. Und Berching ist um ein schmuckes Haus reicher.

Oberfranken | Karl Lippert - Förderkreis zum Erhalt historischer Baudenkmäler in Hohenberg/Eger e.V.

Sie haben ein Forsthaus aus dem 18. Jahrhundert im Fichtelgebirge vor dem Verfall gerettet: Karl Lippert und die Mitglieder des Förderkreises zum Erhalt historischer Baudenkmäler im oberfränkischen Hohenberg an der Eger. In dem Haus, das im Volksmund auch Milchhof Hohenberg heißt, wird die spannende Geschichte der Grenzstadt Hohenberg an der Eger erlebbar werden. Karl Lippert berichtete in Coburg aus erster Hand vom Ankauf für einen symbolischen Euro sowie von den Herausforderungen und bisherigen Erfolgen.

Oberbayern | Gabriele Klinger - Förderverein Rochlhaus Thaining e.V.

Gabriele Klinger, 1. Vorsitzende des Fördervereins Rochlhaus Thaining e.V., erzählte im Münchner Maximilaneum über die Sanierung und Wiederbelebung des denkmalgeschützten Bauernhauses in Thaining, dem ältesten nicht-kirchlichen Gebäude des Ortes. Das in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhundert errichtete Gebäude beheimatet dank des Engagements des Vereins Veranstaltungsräume sowie die Sammlung des Heimatvereins Thaining.