Barockschloss, Begegnungsort, Designhotspot: Ein neuer Kulturerbe Bayern-Schützling für Sie

Kulturerbe Bayern übernimmt mit Schloss Erkersreuth, dem Wohnsitz des Porzellanunternehmers Philip Rosenthal, ein einzigartiges Gesamtkunstwerk. 

Schlafen im Beduinenzelt, Gäste empfangen im Barocksaal unter Stuck – solch unvereinbar scheinende Erlebnisse ermöglichte Schloss Erkersreuth bei Selb (Oberfranken) seinem früheren Bewohner, dem international bekannten Porzellanunternehmer Philip Rosenthal (1916-2001). Um dessen außergewöhnlichen, denkmalgeschützten Wohnsitz im Fichtelgebirge dauerhaft für die Allgemeinheit zugänglich und erlebbar zu machen, hat die Stiftung Kulturerbe Bayern das Schloss von der Firma Rosenthal gekauft.

„Das Schloss Erkersreuth schlägt eine Brücke vom Barock zum modernen Design von Weltgeltung“, erläutert Landtagspräsident a.D. Johann Böhm, der Vorsitzende des Stiftungsvorstands. „Es vereint die feudale Adelswelt früherer Jahrhunderte mit der Aufbruchsstimmung und dem Lebensgefühl der Wirtschaftswunderzeit nach dem 2. Weltkrieg“.

Mit seiner Verbindung von alter Architektur und moderner Ausstattung ist das Schloss ein heute nur noch wenig bekannter, aber bedeutungsvoller Teil des kulturellen Erbes Bayerns. „Uns war es sehr wichtig, diesen für die Erfolgsgeschichte des Unternehmens Rosenthal so bedeutsamen und aussagekräftigen Ort in Hände zu geben, die sowohl die authentische Erhaltung des Gesamtkunstwerks garantieren als auch viele Menschen an seiner besonderen Aura teilhaben lassen“, sagt Pierluigi Coppo, Geschäftsführer der Rosenthal GmbH, die seit 2009 Teil der italienischen Arcturus Group ist.

Das Schloss – Geburtsstätte der weltberühmten Porzellanfirma und herausragendes Raumkunstwerk des visionären, seinerzeit aber auch umstrittenen Unternehmers, Kunstliebhabers und Politikers  Rosenthal – soll zusammen mit dem umgebenden Park in der Zukunft wieder das sein, was es in der Vergangenheit war: ein inspirierender Ort für Begegnungen und ungewöhnliche Kulturerlebnisse. 

Seien Sie dabei

„Jeder wird hier bei Events, Führungen oder Volunteeringaktionen das Vermächtnis von Philip Rosenthal und die besondere Atmosphäre des Schlosses erleben können“, lädt Alexander Freiherr von Hornstein ein. Er hat als Mitglied des Stiftungsvorstands die Übernahmeverhandlungen geleitet.

Auch wenn der bauliche Zustand des Schlosses relativ gut ist, werden wir dringende Renovierungsarbeiten schultern müssen. Neben der Fassade, den Fenstern und den Außentreppen des Schlosses müssen die stark sanierungsbedürftigen und ebenfalls denkmalgeschützten Nebengebäude, ein Brunnenhäuschen und das ehemalige Brauereigebäude, instand gesetzt und wieder mit einer sinnvollen Nutzung versehen werden.