Kochen und genießen: Münchener Apfelstrudel

Bayerisch kochen und genießen

Mit dem genussvollen Erbe Bayerns lassen sich auch Wetter- wie Stimmungstiefs bestens vertreiben. Marion Reinhardt hat für ihr Kochbuch „Das kulinarische Erbe Bayerns” allseits bekannte, aber auch weniger berühmte Gerichte aus allen Regierungsbezirken Bayerns gesammelt.

Über 120 beliebte Rezepte der bayerischen natur- und heimatverbundenen Küche machen Lust auf mehr und bringen zugleich Wissen über deren Geschichte sowie alte Haustierrassen, seltene Getreide-, Obst- und Gemüsesorten. Wir haben zwei Gerichte aus Bayerns kulinarischem Erbe herausgesucht, die sich mit den Rezepten von Marion Reinhardt leicht nachkochen lassen. 

Genießen Sie zu Hause einen echten fränkischen Sauerbraten. Als Dessert ist der Münchener Apfelstrudel einfach ein Genuss. Aber auch als Hauptgericht überzeugt dieser Klassiker.

Einfach nachkochen! Wir wünschen guten Appetit!

Fränkischer Sauerbraten

Nur echt mit Lebkuchen

In Franken ist er ein sehr beliebtes Sonntagsgericht, hier wird schließlich nicht nur irgendein Sauerbraten aufgetischt! Denn bei der typisch fränkischen Variante sorgt Soßenlebkuchen für den besonderen Geschmack, außerdem macht er die Sauce schön sämig.

Zusammen mit der würzigen Beize für das Fleisch, die ein paar Gewürznelken enthält, erinnert der Braten auch ein bisschen an Weihnachten. Auf jeden Fall ist es ein Gericht für die kalte Jahreszeit, das von innen wärmt.

Mit seinem ganz speziellen Aroma ist der Sauerbraten ein echter Genuss, perfekt harmoniert er mit rohen Kartoffelklößen und etwas Blaukraut als Beilage.

Münchner Apfelstrudel

Hauchdünn muss er sein

Ein perfekt ausgezogener Strudelteig ist so dünn, dass man eine Zeitung hindurch lesen kann, so heißt es zumindest. Für die Zubereitung braucht man durchaus etwas Fingerspitzengefühl, denn zieht man zu kräftig, reißt der Teig leicht. Und noch etwas braucht der Strudelteig: Wärme und Feuchtigkeit während seiner Ruhezeit, damit er nicht austrocknet und schön elastisch bleibt. Deshalb ist das Öl im Teig sehr wichtig und auch auf die Mehlsorte kommt es an; am besten eignet sich Weizenmehl der Type 550.

Der berühmteste Apfelstrudel ist natürlich derjenige aus Wien. Von Österreich aus gelangte er nach Oberbayern, wo er in der Münchner Variante durch die Zugabe von saurer Sahne besonders frisch und fruchtig schmeckt. Er steht dem Original in nichts nach! Besonders gerne wird er als Dessert mit Vanillesauce oder Eis und Schlagsahne verdrückt.

Buchtitel "Das kulinarische Erbe Bayerns" ist im arsvivendi Verlag erschienen. 288 Seiten. ISBN 978-3-7472-0088-9, Preis 32,00 Euro.