Führung in der Judengasse 10
Einblicke in die Geschichte der Judengasse 10

Schätze entdecken

In zeitlicher Nähe zum 21. Februar laden zahlreiche Organisationen, die dem Weltverband der Gästeführer angeschlossen sind, zu kostenfreien Führungen und Verantaltungen ein. Damit wollen sie anlässlich des Gründungstags des Weltverbands der Gästeführer Einblicke in ihre interessante und wertvolle Arbeit geben. Unser Schützling, die Judengasse 10 in Rothenburg ob der Tauber, spielte in diesem Jahr bei den Veranstaltungen zum Weltgästeführertag in der Tauberstadt eine wichtige Rolle.

Das diesjährige Motto des Weltgästeführertags „BAUeinHAUS“ lehnt sich zwar an das 100-jährige Jubiläum der Bauhaus-Gründung an, wurde aber von den Organisatoren bewusst weit gefasst. Die Veranstaltungen sollen die Besucher und Teilnehmer auf eine Entdeckungsreise der unterschiedlichsten Architekturformen und -epochen mitnehmen. Dr. Markus Naser, regionaler Ansprechpartner für Kulturerbe Bayern in Mittelfranken und Vorsitzender des Vereins Alt-Rothenburg, führte 52 interessierte Gäste in die spannende Geschichte unseres mittelalterlichen Schützlings ein. Denn schon die ersten Ergebnisse der archäologischen Untersuchungen bestätigen, dass das um 1409 erbaute Gebäude über einzigartige Ausstattungsmerkmale verfügt.

In seinem Untergeschoss befindet sich die einzige bislang entdeckte Mikwe der Stadt, ein jüdisches Ritualbad, das zu den ältesten in ganz Deutschland gehört. Im Obergeschoss beherbergt das Haus eine nahezu vollständig erhaltene Bohlenstube, also einen Wohnraum, der beheizt und vollständig aus Holzbohlen errichtet wurde. Die jüngsten Holzuntersuchungen haben ergeben, dass die Bohlenstube aus der Erbauungszeit des Hauses stammt.

 

Wenn Sie auch interessante Einblicke in die Arbeit von Gästeführern in ihrer Region erhalten möchten, dann lohnt sich ein Blick in das Programm des diesjährigen Weltgästeführer-Tags. Viele Veranstaltungen finden an diesem Wochenende statt.