Unsere Reise durch Bayern | Teil 3: Diese Musikgruppen haben aufgespielt

Zusammen mit den Menschen in Bayern hat Kulturerbe Bayern den bayerischen National Trust ins Leben gerufen - als Fundament, auf dem wir gebaute und gewachsene Kulturschätze gemeinschaftlich bewahren und erleben. Bei unserer Reise durch die sieben bayerischen Regierungsbezirke im Sommer und Herbst 2018 hatten wir tolle Musikgruppen im Gepäck, die Bayerns vielfältige gelebte Musiktradition erlebbar machten.

Mittelfranken | Rothenburg ob der Tauber: Die Ohrerhüller

Bei unserer Premiere im Juni begeisterten die Ohrerhüller mit mitreißender fränkischer Volksmusik. Die Ohrerhüller haben Noten ganz verbannt. Ihr Repertoire stammt aus dem Gedächtnis der einzelnen Musikanten oder von alten Schellack-Aufnahmen fränkischer Bauernkapellen. Im südlichen Landkreis Ansbach zuhause brachten sie in unsere Veranstaltung bei schönstem Frühsommerwetter das passende Lokalkolorit ein - sowohl in als auch vor der Reichsstadthalle, der beeindruckenden alten Zehntscheune.

Niederbayern | Kloster Aldersbach: Die Hoizbach-Musi

Den barocken Bibliothekssaal des Klosters Aldersbach im Landkreis Passau brachte die Hoizbach-Musi zum Klingen. Mit Hackbrett, Harmonika, Harfe und Kontrabass haben sie sich ganz der Stubenmusi verschrieben. Die Gruppe aus dem niederbayerischen Rottal pflegt ein Repertoire von Stücken aus Bayern und Österreich. Im Anschluss an die Vorstellung im Saal sorgte die Hoizbach-Musi noch im Innenhof für eine passende Klangkulisse und erfreute auch die prominenten Gäste wie den bayerischen Kultusminister Bernd Sibler, den legendären Dokumentarfilmer Dieter Wieland und Hans-Jürgen Buchner, den Frontmann der Kultband Haindling.

Unterfranken | Aschaffenburg: Klaus Appel & The Swing Houze

Für den Aschaffenburger Klaus Appel und seine Band The Swing Houze war der Auftritt bei unserer Veranstaltung im Hofgartenkabarett ein Heimspiel. Die vier Musiker entführten in die legendäre Welt des guten alten Swing, der auch in Bayern längst zuhause ist. Gute alte Tanzmusik, mit Witz und Charme neu interpretiert, begleitete unsere Einladung an die Menschen in.Unterfranken, bei Kulturerbe Bayern dabei zu sein.

Schwaben | Augsburg-Göggingen: KlangZeit

In das alte Kurhaus im Augsburger Stadtteil Göggingen zauberte das schwäbische Duo KlangZeit einen weltmusikalischen Ohrenschmaus voller musikantischer Spritzigkeit. Das vielseitige Repertoire, gespickt mit Virtuosität und Witz, passte gut in den fantastischen Theaterraum aus dem Jahr 1886, der in dieser Art in Europa nur noch hier erhalten ist.

 

 

Oberpfalz | Neumarkt: Das Trio Collegio

Im Festsaal der Residenz in Neumarkt in der Oberpfalz ließ das Trio Collegio mit Zupfinstrumenten und Flöten klassische Musik im weiten Sinn erklingen. Die drei Musikanten spannen den Bogen von der Renaissance bis zur Moderne, von traditioneller Volksmusik aus Bayern und angrenzenden Gebieten bis hin zu internationaler Folklore.

Oberfranken | Coburg: Das Klezmer-Trio

Mit einer Mischung aus Swing und Klezmerklängen brachte das Klezmer-Trio die Gäste in der alten Pakethalle auf dem Coburger Güterbahnhof in Oberfranken zum Mitwippen. Die mitreißend gespielten traditionellen Melodien aus der jüdischen Überlieferung und die packenden Rhythmen unterstrichen den Charme des Jahrhundertwende-Backsteinbaus, der durch Kunst- und Kulturschaffende seit einiger Zeit zu neuem Leben erweckt wird.

Oberbayern | München: Die Großstadt Boazn

Bei unserer Veranstaltung für Oberbayern spielte eine Gruppe, die sich nach einer Einrichtung benannt hat, in der ganz eigene Dinge geschehen: „ Großstadt Boazn“. In einer Boazn, so haben die drei Musikanten beobachtet, treffen Trinker auf Träumer, Urbayern auf Hipster, Leute, für die ihre Heimat die Welt ist, auf Leute, für die die Welt nicht genug ist. Mühelos und mit spielerischer Virtuosität wechselt die Großstadt Boazn zwischen alpenländischer Volksmusik und Pop, jedoch ohne dabei einen zwingenden Anspruch an Tradition oder Innovation zu stellen. Mal derb und laut, mal fein und gefühlvoll. Und was hätte besser ins Maximilianeum gepasst, als diese Musik, in der so viele unterschiedliche Dinge unter einen Hut kommen.